Overath, den 3. April 2025. Mit dem offiziellen Spatenstich startet der Ausbau des schnellen Internets für bislang unterversorgte Gebiete in Overath. Im Rahmen des zweiten Bundesförderprogramms erhalten rund 2.200 Haushalte, darunter 500 in Overath, sowie acht Schulen, darunter vier Grundschulen in Overath, einen modernen Glasfaseranschluss. Die Bauarbeiten werden von der epcan GmbH in Kooperation mit der IME Tiefbau GmbH durchgeführt.
Bürgermeister Christoph Nicodemus, Erster Beigeordneter Thorsten Steinwartz sowie Breitbandkoordinator Marco Andres-Gilles vom Rheinisch-Bergischen Kreis begleiteten gemeinsam mit Holger Krämer (Projektmanager epcan), Fabian Tenkotte (technischer Projektleiter epcan) sowie Gergö Trepsker (Projektleiter IME Tiefbau) und Eugen Mynzarar (Geschäftsführer IME Tiefbau) den Spatenstich.
Das erste und zweite Bundesförderprogramm
Das erste Bundesförderprogramm wurde 2016 ins Leben gerufen, um stark unterversorgte Gebiete mit schnellerem Internet durch Glasfasertechnologie auszustatten. Aufgrund der damaligen Förderkriterien konnten jedoch nicht alle Bedarfsgebiete berücksichtigt werden.
Mit dem zweiten Bundesförderprogramm wurden die Richtlinien 2018 angepasst, sodass weitere unterversorgte Bereiche, darunter auch vier Grundschulen in Overath, gefördert werden konnten.
Daten und Fakten zum Projekt
- Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 36,6 Millionen Euro. Davon werden 50 Prozent durch den Bund finanziert, 40 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen und die verbleibenden 10 Prozent durch die beteiligten Kommunen als Eigenanteil getragen.
- Der Glasfaserausbau umfasst in Overath eine Trassenlänge von insgesamt rund 90 Kilometern.
- Es werden circa 463 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, um eine zukunftssichere Breitbandversorgung in Overath zu gewährleisten.
- Insgesamt profitieren 2.200 Haushalte von einem kostenlosen Glasfaseranschluss, darunter 500 Haushalte in Overath.
- Neben den Privathaushalten werden auch acht Schulen an das hochmoderne Glasfasernetz angebunden. Besonders erfreulich ist, dass nun auch die vier Grundschulen in Overath, die im ersten Bundesförderprojekt noch nicht berücksichtigt werden konnten, einen leistungsstarken Anschluss erhalten:
- GGS Overath (Burgholzweg)
- GGS Heiligenhaus (Grüner Weg)
- OGGS Immekeppel (Am Lehnshof/Kielsberg)
- GGS Sülztal
(Römerstraße)
- Die geplante Bauzeit beträgt 24 Monate, sodass der Abschluss des Projekts für August 2026 vorgesehen ist.
Beteiligte Fördergeber und Kommunen
Die aconium GmbH ist als Projektträger für die Umsetzung der Bundesförderung Breitband verantwortlich und begleitet die administrativen Prozesse des Förderprogramms.
Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr, die Bundesförderung Breitband, aconium sowie das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Beteiligt am zweiten Bundesförderprojekt sind die Kommunen Burscheid, Kürten, Odenthal, Overath, Rösrath und Wermelskirchen. Die Antragstellung und fördertechnische Abwicklung übernimmt der Rheinisch-Bergische Kreis für die Kommunen.
Stimmen zum Projekt
Marco Andres-Gilles, Breitbandkoordinator des Rheinisch-Bergischen Kreises, hebt hervor: "Mit dem zweiten Bundesförderprojekt setzen wir einen weiteren entscheidenden Schritt zur flächendeckenden Glasfaserversorgung in der Region. Dieses Projekt zeigt, wie durch gezielte Förderung auch weniger attraktive Gebiete leistungsstark angebunden werden können."
Thorsten Steinwartz, Erster Beigeordneter der Stadt Overath, betont: "Der Breitbandausbau ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben für unsere Stadt. Mit diesem Projekt sorgen wir dafür, dass entlegene Haushalte sowie Schulen und Betriebe die digitale Infrastruktur erhalten, die sie brauchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben."
Holger Krämer, Projektmanager der epcan GmbH, betont: "Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit unseren Partnern einen entscheidenden Beitrag zur Digitalisierung in Overath zu leisten. Der Glasfaserausbau bietet den Bürgerinnen und Bürgern nicht nur eine erheblich schnellere und stabilere Internetverbindung, sondern steigert auch den Wert der Immobilien."
Eigenwirtschaftlicher Ausbau vs. Bundesförderprogramm
Die von Bund und Land NRW geförderten Bundesförderprojekte werden durch die Kreisverwaltung für die Kommunen des Rheinisch-Bergischen Kreises koordiniert. Hierdurch werden im Wesentlichen stark unterversorgte Gebiete mit Glasfaser versorgt, die sich oft in schwach besiedelten Randlagen befinden.
Um auch die nicht förderfähigen Gebiete möglichst flächendeckend mit der zukunftssicheren Glasfaserinfrastruktur zu versorgen, setzen Kreis und Kommunen auf einen eigenwirtschaftlichen Ausbau. So hat die Stadt Overath mit dem Netzbetreiber Westconnect GmbH bereits im Juli 2024 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die vorsieht, rund 10.500 Haushalte und Betriebe an das Glasfasernetz anzuschließen. Somit kann am Ende eine Glasfaserquote von ca. 95 % erreicht werden. Auch in diesem Projekt werden in Kürze umfangreiche Bautätigkeiten im Stadtgebiet stattfinden.
Hinweise für Bürgerinnen und Bürger: So erhalten Sie Ihren Glasfaseranschluss
Alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger müssen eine Einverständniserklärung zur Verlegung der Glasfaserleitung auf ihrem Grundstück abgeben. Dies kann über die Website der epcan GmbH erfolgen: www.epcan.de/rbk oder telefonisch unter 02564 / 88 33 74.
Wichtig: Die Anschlüsse sind während der Projektlaufzeit kostenfrei. Wer sich erst nach Projektabschluss für einen Glasfaseranschluss entscheidet, muss mit Anschlusskosten von mindestens 3.500 € rechnen.
Mit der Umsetzung dieses Projekts wird ein weiterer Meilenstein in der digitalen Zukunft Overaths gesetzt.
Christoph Nicodemus
Bürgermeister
